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STRAPAZIN: Das Comic Magazin #148 (September 2022)

Ukraine

Wir, die wir zuhause sitzen und uns über zu warmen Weisswein, zu weiche Matratzen oder zu auffällige Dreadlocks aufregen, können uns nicht vorstellen, wie es ist, gerade jetzt in der Ukraine zu leben, wo die Menschen damit rechnen müssen, jeden Augenblick von einer russischen Bombe zerfetzt zu werden.

 

Der Krieg durchdringt und beeinflusst das Leben aller Ukrainer*innen, ob sie in Kiew, Lwiw, Cherson oder als Geflüchtete im Ausland leben. Die Sorgen um Angehörige, um die Wohnung, um die Zukunft sind stets präsent, und das seit acht Jahren, seit die russische Armee die Ostukraine, die Krim, und später dann weitere Teile des Landes überfallen hat.

 

Umso beeindruckender ist es, dass Künstle­r*in­nen wie die hier im STRAPAZIN versammelten, weiterhin Comics zeichnen und der Welt zeigen, wie man angesichts eines übermächtigen Aggressors, der sich vorgenommen hat, ihre Welt in Trümmer zu legen, den Lebensmut behält und sich nicht unterkriegen lässt.


Es ist erstaunlich und beschämend, dass viele ukrainische Künstler*innen erst jetzt, wo ihr Land wegen des Krieges in den Medien erwähnt wird, wahrgenommen werden. Wir geben zu, dass auch wir bis vor kurzem kaum wussten, dass in der Ukraine eine höchst lebendige und hochinteressante Illustrations- und Comic-Kultur existiert, die es verdient, entdeckt und einem internationalen Publikum zugänglich gemacht zu werden.


Wir von STRAPAZIN hoffen jedenfalls, dass das Interesse an ihnen und ihren Werken auch nach einem – hoffentlich baldigen – Kriegsende bestehen bleibt und sie im internationalen Comic-Schaffen den Platz einnehmen werden, der ihnen gebührt.


Christoph Schuler

Wir, die wir zuhause sitzen und uns über zu warmen Weisswein, zu weiche Matratzen oder zu auffällige Dreadlocks aufregen, können uns nicht vorstellen, wie es ist, gerade jetzt in der Ukraine zu leben, wo die Menschen damit rechnen müssen, jeden Augenblick von einer russischen Bombe zerfetzt zu werden.

 

Der Krieg durchdringt und beeinflusst das Leben aller Ukrainer*innen, ob sie in Kiew, Lwiw, Cherson oder als Geflüchtete im Ausland leben. Die Sorgen um Angehörige, um die Wohnung, um die Zukunft sind stets präsent, und das seit acht Jahren, seit die russische Armee die Ostukraine, die Krim, und später dann weitere Teile des Landes überfallen hat.

 

Umso beeindruckender ist es, dass Künstle­r*in­nen wie die hier im STRAPAZIN versammelten, weiterhin Comics zeichnen und der Welt zeigen, wie man angesichts eines übermächtigen Aggressors, der sich vorgenommen hat, ihre Welt in Trümmer zu legen, den Lebensmut behält und sich nicht unterkriegen lässt.


Es ist erstaunlich und beschämend, dass viele ukrainische Künstler*innen erst jetzt, wo ihr Land wegen des Krieges in den Medien erwähnt wird, wahrgenommen werden. Wir geben zu, dass auch wir bis vor kurzem kaum wussten, dass in der Ukraine eine höchst lebendige und hochinteressante Illustrations- und Comic-Kultur existiert, die es verdient, entdeckt und einem internationalen Publikum zugänglich gemacht zu werden.


Wir von STRAPAZIN hoffen jedenfalls, dass das Interesse an ihnen und ihren Werken auch nach einem – hoffentlich baldigen – Kriegsende bestehen bleibt und sie im internationalen Comic-Schaffen den Platz einnehmen werden, der ihnen gebührt.


Christoph Schuler

Fr. 15.00
ISBN: 9900100006807
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