Das »Handorakel« des spanischen Jesuiten Baltasar Gracián (1601-58) gehört wie Epiktets »Handbüchlein der Moral« (KTA 2) und Arthur Schopenhauers »Aphorismen zur Lebensweisheit« (KTA 16) zu den Klassikern der Lebenskunst. Seine Ansichten über die richtige Taktik im Verkehr mit Menschen beeindruckten schon Schopenhauer so sehr, dass er den philosophischen Spanier seinen »Lieblingsschriftsteller« nannte - Zeugnis dieser Begeisterung ist seine glänzende Übertragung des Textes ins Deutsche. Sebastian Neumeister hat den gesamten Text durchgesehen und Schopenhauers Originalversion wiederhergestellt; die historische Rechtschreibung wurde behutsam modernisiert. Eine ausführliche Einleitung sowie Anmerkungen und eine Zeittafel liefern den nötigen Hintergrund, damit die Lektüre dieses Klassikers auch für den nicht fachkundigen Leser zum Genuss wird. Ein Literaturverzeichnis weist den Weg zu vertiefender Lektüre.
Über den Autor Baltasar Gracián
Baltasar Gracián y Morales (1601-1658) war ein spanischer Jesuit, Philosoph und Theologe, er gilt als einer der bedeutendsten spanischen Schriftsteller. Wegen aufklärerischer Tendenzen in seinem Werk erhielt er Publikationsverbot. Hans Ulrich Gumbrecht, geb. 1948, Romanist, Literaturwissenschaftler und Literaturhistoriker, schreibt regelmäßig für die NZZ, auch für FAZ und ZEIT. Bis 2018 war er Inhaber des Lehrstuhls für Komparatistik an der Stanford University und lehrt als Gastprofessor z. Z. in Stanford, Lissabon und Jerusalem. Hans Ulrich Gumbrecht, geb. 1948, Romanist, Literaturwissenschaftler und Literaturhistoriker, schreibt regelmäßig für die NZZ, auch für FAZ und ZEIT. Bis 2018 war er Inhaber des Lehrstuhls für Komparatistik an der Stanford University und lehrt als Gastprofessor z. Z. in Stanford, Lissabon und Jerusalem.