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Devillers-Pierson, Aminata: Au Revoir Algerien (deutsche Ausgabe)

Wem ist bekannt, dass Schweizerinnen und Schweizer nach Algerien ausgewandert sind? Dabei handelte es sich zwar um eine Auswanderung aus wirtschaftlichen Gründen, zur umstrittenen französischen Kolonialisierung beigetragen hat sie jedoch trotzdem. Besser in Erinnerung geblieben ist hingegen, dass die Guten Dienste der Schweizerischen Eidgenossenschaft die Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich erleichterten. So nahm die Schweiz für die algerische Unabhängigkeit Kämpfende und Flüchtlinge auf und leistete zudem Entwicklungshilfe. Die Schweizerische Eidgenossenschaft war jedoch auch an der Kolonialisierung beteiligt, ohne eigene Kolonien in Algerien zu besitzen. Die Schweizerinnen und Schweizer wurden als Europäerinnen und Europäer vor Ort oft als Kolonisierende wahrgenommen. Aber waren sie es wirklich? Auf welche Art und Weise? Anhand einer Familiengeschichte zeichnet dieser Comic die Welt der Schweizerinnen und Schweizer in Algerien nach. Die Ankunft als Siedelnde, die Beziehung zu den Algerierinnen und Algeriern, der Export einer imaginären Schweizer Kultur und vermeintlicher Schweizer Werte, die Konflikte und Begegnungen und schliesslich die «Rückkehr» aus Algerien, die einer Odyssee gleicht. Sie beschreibt die Ankunft zurück in der Schweiz, einem Land, das man zwar als Heimat betrachtet, mit dem man sich faktisch aber nicht mehr identifizieren kann. Ausserdem fehlte den Zurückkehrenden die notwendige Hilfe, und es stellte sich heraus, dass gemachte Versprechungen nicht eingehalten wurden - die «Rückkehr» wurde zur Strafe: Man fühlt sich als Opfer, vergessen und rechtlos. Der Comic wird auch auf Französisch und Italienisch publiziert.

Autor Devillers-Pierson, Aminata
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 2022
Seitenangabe 68 S.
Meldetext in der Regel innert 2-5 Werktagen lieferbar. Abweichungen werden nach Bestelleingang per Mail gemeldet.
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H24.0 cm x B17.0 cm x D0.8 cm 218 g
Verlag Seismo

Wem ist bekannt, dass Schweizerinnen und Schweizer nach Algerien ausgewandert sind? Dabei handelte es sich zwar um eine Auswanderung aus wirtschaftlichen Gründen, zur umstrittenen französischen Kolonialisierung beigetragen hat sie jedoch trotzdem. Besser in Erinnerung geblieben ist hingegen, dass die Guten Dienste der Schweizerischen Eidgenossenschaft die Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich erleichterten. So nahm die Schweiz für die algerische Unabhängigkeit Kämpfende und Flüchtlinge auf und leistete zudem Entwicklungshilfe. Die Schweizerische Eidgenossenschaft war jedoch auch an der Kolonialisierung beteiligt, ohne eigene Kolonien in Algerien zu besitzen. Die Schweizerinnen und Schweizer wurden als Europäerinnen und Europäer vor Ort oft als Kolonisierende wahrgenommen. Aber waren sie es wirklich? Auf welche Art und Weise? Anhand einer Familiengeschichte zeichnet dieser Comic die Welt der Schweizerinnen und Schweizer in Algerien nach. Die Ankunft als Siedelnde, die Beziehung zu den Algerierinnen und Algeriern, der Export einer imaginären Schweizer Kultur und vermeintlicher Schweizer Werte, die Konflikte und Begegnungen und schliesslich die «Rückkehr» aus Algerien, die einer Odyssee gleicht. Sie beschreibt die Ankunft zurück in der Schweiz, einem Land, das man zwar als Heimat betrachtet, mit dem man sich faktisch aber nicht mehr identifizieren kann. Ausserdem fehlte den Zurückkehrenden die notwendige Hilfe, und es stellte sich heraus, dass gemachte Versprechungen nicht eingehalten wurden - die «Rückkehr» wurde zur Strafe: Man fühlt sich als Opfer, vergessen und rechtlos. Der Comic wird auch auf Französisch und Italienisch publiziert.

Fr. 29.00
Verfügbarkeit: Am Lager
ISBN: 978-3-03777-267-6
Verfügbarkeit: in der Regel innert 2-5 Werktagen lieferbar. Abweichungen werden nach Bestelleingang per Mail gemeldet.

Über den Autor Devillers-Pierson, Aminata

Awi, Aminata D-Pierson, die auf der Insel Martinique geboren wurde, ist die Illustratorin dieser Erzählung. Dies ist ihr erster Comicband. Sandro Cattacin ist Professor für Soziologie an der Universität Genf. Marisa Fois ist Historikerin an der Universität Genf. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Minderheiten in Nordafrika, Postkolonialismus und Dekolonisierung.

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